

„De Chlii Prinz“ – eine Erfolgsgeschichte
Berührt, beeindruckt, begeistert!
Rund 1‘300 Zuschauer haben am 10., 11. und 13. März 2011 in der Aula der Kantonsschule Wetzikon den drei Vorstellungen der Theaterproduktion „De Chlii Prinz“ von insieme Zürich-Meilen und insieme Zürcher Oberland beigewohnt. Ihr Echo war überwältigend. Und auch die Erwartungen der Veranstalter wurden in jeder Beziehung bei weitem übertroffen.
Mit vereinten Kräften
Bei seiner Amtsübernahme als Präsident von insieme Zürich-Meilen vor zwei Jahren hatte sich der Schreibende als Initiant des Projektes unter anderem vorgenommen, die bislang stark auf die Bereiche Ferien, Sport und Freizeittreff konzentrierten Dienstleistungen zu ergänzen und Menschen mit einer geistigen Behinderung während der Freizeit gezielt auch auf musisch-künstlerischem Gebiet zu fördern. Die Idee stiess auch bei den Verantwortlichen von insieme Zürcher Oberland auf offene Ohren. So haben sich die beiden Vereinigungen verbunden, um erstmals in ihrer 50-jährigen Geschichte ein solches anspruchsvolles Projekt gemeinsam zu verwirklichen. Menschen mit und ohne eine geistige Behinderung, Theater- und sozialpädagogische Fachleute, Profis und Laien, Junge und Alte haben sich zusammengetan, um unter der einfühlsamen Regie von Delia Badilatti und vielen Helferinnen und Helfern Antoine de Saint-Exupérys berühmte Erzählung „Der Kleine Prinz“ als Mundart-Theaterstück auf die Bühne zu zaubern.
Ein kleines Wunder
Ziel des neuartigen Vorhabens war es, die persönliche Entwicklung von Menschen mit einer geistigen Behinderung, deren Konzentrations- und Merkfähigkeit, die Zusammenarbeit in der Gruppe mit Blick auf ein klares gemeinsames Ziel und begleitet und motiviert von qualifizierten Profis zu fördern, ihnen zu einem einzigartigen Erfolgserlebnis zu verhelfen und so ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Zudem sollte der Öffentlichkeit mit künstlerischen Mitteln und auf hohem Niveau bewusst gemacht werden, wie fliessend die Grenzen zwischen den verschiedenen Welten sind und wozu auch unsere behinderten Mitmenschen fähig sind. Das Ergebnis darf jedenfalls als kleines Wunder bezeichnet werden und straft jedem Vorurteil Lügen. Denn die sehr verschiedenartigen Mitwirkenden fanden rasch zu einem freundschaftlichen Teamgeist, der sich bald auch sehr positiv auf die Leistungen auswirken sollte.
Ihr dürft stolz sein auf Euch!
Gewiss, es war für alle Beteiligten ein arbeitsintensiver Weg, denn auch im Theater gilt „ohne Fleiss kein Preis“. Aber das Experiment hat sich gelohnt und wird fortgesetzt. Sämtliche Darsteller(innen) haben mit bewunderswertem Einsatz an ihrer Rolle und damit an sich selbst gearbeitet und sind schliesslich über sich selbst hinaus gewachsen. Mehr noch: sie sind für insieme und alle Menschen, die ihr Schicksal teilen, zu einzigartigen Vorbildern und Botschaftern geworden. Damit haben sie nicht nur die Zuschauer tief beeindruckt, sondern auch das Leitungs- und Organisationsteam. Bravo, Ihr dürft stolz sein auf Eure Leistung! Aber auch allen andern, die auf und hinter der Bühne zum grossen Erfolg beigetragen haben, unsern Sponsoren und dem Publikum sei herzlich gedankt.
Marco Badilatti
Initiant des Projekts und Präsident insieme Zürich |

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DE CHLIII PRINZ
Theaterstück von Antoine de Saint-Exupéry in einer Mundartversion eine gemeinsame Produktion von insieme Zürich und Zürcheroberland
„Ali grosse Lüüt sind emal Chind gsi“
Es gibt ihrer immer weniger – Kinder. Nicht nur weil die Geburtenrate weiterhin im Sinkflug ist… Das Leben macht aus Kindern – wenn sie überhaupt mal welche waren – ganz schnell Erwachsene, den Kinderschuhen und -träumen, der grenzenlosen Offenheit und Neugierde entwachsene Menschen. Dafür mehr oder weniger vernünftig sogenannt lebenstauglich. Anderes bleibt auf der Strecke.
Wenn sich während unseren Aufführungen der Kleine Prinz auf die Suche macht nach diesem Anderen, so begegnet nicht nur ein geheimnisvoll-märchenhaftes Wesen einer Reihe eigenwilliger Saint-Exupéry-Figuren. Es trifft auch eine professionelle Schauspielerin auf eine Gruppe Amateurspieler, eine „Normale“ auf eine Gruppe „Andersartiger“, eine, die von Berufes wegen gewohnt ist, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten auf solche, die nicht anders als mit Kinderaugen gucken können. Der Versuch, sich zu begegnen, sich zu verstehen. Eine Spurensuche inmitten von mehr oder weniger „lockeren und festen Schrauben“, und eine spannungsreiche, beide Seiten bereichernde Begegnung, die darauf brennt, Sie an ihrem Abenteuer teilhaben und staunen zu lassen. Mit offenem Mund und
ohne Vorbehalte.
Denn: „Ali grosse Lüüt sind emal Chind gsi.“ Weitersagen! / Delia Badilatti, Regisseurin |

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Zum Projekt
Im wegweisenden insieme-Projekt hat ein kleines Team von theater- und sozialpädagogischen Fachleuten, unter der Regie von Delia Badilatti, mit 14 Menschen mit einer geistigen Behinderung das tiefsinnige Theaterstück erarbeitet.
Seit dem Sommer 2010 wird in Uster und in Zürich intensiv in Einzel- und Gruppenproben gearbeitet, zuerst in Leseproben, dann mit Kostüm und Requisiten und nun seit Mitte Dezember 2010 auf der grossen Bühne der Kantonsschule Zürcher Oberland in Wetzikon.
Im Vordergrund steht aber nicht nur das Theaterspielen. Das gemeinsame Erarbeiten eines Theaterstücks, das gemeinsame Erfahren von grösseren und kleineren Erfolgserlebnissen und natürlich das Erleben einer gemeinsamen sinnvollen Freizeitbeschäftigung stehen mit im Vordergrund. |

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Präsident insieme Zürich Initiator des Theaterprojekts |
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Delia Badilatti - Regiesseurin |

Geboren 1974 in der Schweiz. Studium der Germanistik, der Theater- und Musikwissenschaften. Anschliessend vier Jahre Regieassistentin am Theater Ingolstadt. Seit 2005 freischaffende Regisseurin und Dramaturgin, u.a.: „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch, „Bartleby, der Schreiber“ von Herman Melville, „Auguste Bolte“ – ein Parcours für drei Schauspieler nach Kurt Schwitters, „Rette sich, wer kann“ ein Thomas Bernhard Projekt, „Kunst“ von Yasmina Reza, „Gretchen 89ff.“ von Lutz Hübner, „Der Frieden“ von Peter Hacks. |
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Helmut Furrer - Bühnenbildner |

1935 geboren und aufgewachsen in Salgesch, VS Architektur-Ausbildung 1957-1960 in Biel Aufenthalt in Paris 1960-1964 Eigenes Architektur-Büro in ZH seit 1977 Einer der 14 Kunstschaffenden der Gruppe ARTISTIMISTI. Teilahme an verschiedenen Ausstellungen. Kreatives Tun in Wort und Bild sind ständige Begleiter Ausserberufliche Weiterbildungen Grafische Arbeiten und Linolschnitt bei F. Gantert Specksteinbearbeitung bei H. Tobler Bildnerisches Gestalten bei H. Berchtold Aquarellieren, Lasurtechnik bei F. Andersen Kupferdruck, bei Ph. Galay+Franziska Schiratzki |
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Die Mitwirkenden
Inszenierung und Textbuch: Delia Badilatti
Bühnenbild: Helmut Furrer
Kostüme: Graziella Galli
Technik: Markus Brunn/Stefan Abrach
1. Regieassistenz: Doris Zuber
2. Regieassistenz ab Februar: Andrea Hildebrandt
Leitung Repetitionsproben: Elisabeth Jampen
Logistik/Werbung/PR: Geschäftsstellen insieme Zürich-Meilen
Zürcher Oberland
Der Kleine Prinz Sarah Hinnen
Der Erzähler/Projektleiter Marco Badilatti
14 Menschen mit einer geistigen Behinderung aus der Stadt Zürich, dem Zürcher Oberland und andern Kantonsteilen:
Kathrin Harmann / Fredi Senn / Matthias Moll / René Dreyer / Stefan Paul / Karin Hunziker / André Hauri / Hanspeter Strickler / Nina Thürlemann / Albert Messmer / Cornelia Schiess / Daniel Lüthi / Ruth Schaub |

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